Eine Stellungnahme zur aktuellen Situation von Bürgermeisterin Garbiele Greis

Hachenburg muss gesichert werden!

Offenbar konnte die Neustrukturierung nach der Insolvenz in Eigenverwaltung, die für das Hachenburger Krankenhaus erhebliche Einschränkungen mit sich brachte, nicht den gewünschten Erfolg bringen. Nun wird zu klären sein, wie das Krankenhaus Hachenburg unter diesen neuen Bedingungen gesichert werden kann. Denn dass das passieren muss, ist unzweifelhaft, da das Krankenhaus Hachenburg eine unverzichtbare Einrichtung der medizinischen Grundversorgung für den Westerwaldkreis darstellt – von den Bürgerinnen und Bürgern der Region einmal ganz abgesehen!

Aus meiner Sicht ist es daher unerlässlich, dass sämtliche Einrichtungen des Verbundkrankenhauses getrennt voneinander auf den Prüfstand gestellt werden. Dass das Verbundkrankenhaus mit den Häusern in Hachenburg, Altenkirchen, Kirchen und Alzey defizitär ist, muss nicht heißen, dass jedes einzelne der Häuser ein Defizit aufweist. Hier wünsche ich mir eine eindeutige, ehrliche Kommunikation im jetzt laufenden Insolvenzverfahren. Sollte sich herausstellen, dass das Krankenhaus in Hachenburg – wie ich angesichts der öffentlichen Zahlen z. B. zur Endoprothetik, die auf Maximalversorgungsniveau arbeitet, annehme – eine Einrichtung ist, die sich finanziell trägt, wäre es in keiner Weise nachvollziehbar, wenn ein gesundes Krankenhaus nunmehr bereits im zweiten Insolvenzverfahren nachhaltig geschädigt würde.

Diese Einbußen für Bürgerinnen und Bürger sind nicht hinzunehmen!

Abschließend bedanke ich mich bei dem hochmotivierten Team aus Chefärzten, Belegschaft und Verwaltung für das konstruktive Arbeiten und den Dienst am Nächsten in ausgesprochen schwierigen Zeiten. Es ist bewundernswert und verdient höchste Achtung, dass anstelle von diskriminierenden Äußerungen gegen andere Verbundsmitglieder ausschließlich konstruktiv und der Sache dienend kommuniziert und gehandelt wurde.

Aus meiner Sicht ist es angezeigt, den Neubau eines Krankenhauses am vorgesehenen Standort gerade angesichts der gegenwärtigen Situation weiter voranzutreiben. Dass es eine gute gesundheitliche Versorgung in der Region braucht, ist unstrittig. Diese kann aufgrund der medizinischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte nicht mehr dezentral geleistet werden, da die notwendigen Strukturen nur in einem Krankenhaus abgebildet werden können, das durch Synergieeffekte sowohl die finanziellen als auch personellen Ressourcen effizient und effektiv nutzen kann.